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| Yasmin |
ARD 12.09.2007 00:20
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Der 11. September und seine Folgen
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Yasmin (Archie Panjabi) fühlte sich eigentlich eher den westlichen Werten verbunden, doch nach dem 11. September 2001 trägt sie nicht ganz freiwillig wieder Kopftuch.
(Bild: ARD / Degeto)
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(tsch) Dieser Tage läuft "Ein mutiger Weg" im Kino an. Es ist die Verfilmung der Memoiren von Mariane Pearl (dargestellt von Angelina Jolie), deren Ehemann Danny 2002 von der Al-Quaeda in Pakistan entführt und ermordet wurde. Archie Panjabi ("Kick it like Beckham"), der englische Shooting Star, spielt erneut in einem Drama, das die weit reichenden Folgen des 11. September 2001 zur Sprache bringt. Als "Yasmin" verkörpert sie die Titelheldin, eine pakistanische Einwanderin der zweiten Generation in Nordengland. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York gerät auch ihre Welt aus den Fugen.
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Nach den Anschlägen auf das World Trade Center muss Yasmin (Archie Panjabi) feststellen, dass ihre Arbeitskollegen sie plötzlich mit anderen Augen sehen.
(Bild: ARD / Degeto)
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9/11, der Tag, der die Welt veränderte, jährt sich nun zum sechsten Mal. 2005 kam mit einiger Verspätung das britisch-deutsche Drama "Yasmin" in die Kinos, das eindrucksvoll den Effekt des Terror-Traumas auf den allgemeinen Umgang mit Muslimen darstellt. Dafür wurde der Film mehrfach ausgezeichnet, unter anderem in Locarno.
Archie Panjabi (zuletzt zu sehen in Ridley Scotts "Ein gutes Jahr") spielt Yasmin. Sie lebt zwischen zwei Welten: Auf dem Weg zur Arbeit vertauscht sie den Schleier gegen enge Jeans, zu Hause bei Vater, Bruder und Scheinehemann spielt sie die Muslima. Sie fühlt sich den pakistanischen Traditionen entfremdet und den westlichen Idealen verbunden, doch sie hat sich irgendwie arrangiert.
Mit ihrem neu erworbenen Cabrio braust sie morgens zum Job als Sozialarbeiterin, wo sie von den Kollegen gemocht wird. Von einem ganz besonders: Mit John (Steve Jackson) scheint sich sogar etwas anzubahnen. Doch daheim trägt die junge Frau Kopftuch, aus Respekt vor ihrem Vater (Renu Setna), der eine Moschee leitet. Und sie ist verheiratet: Auf diese Weise verschaffte sie ihrem etwas zurückgebliebenen Cousin Faysal (Shahid Ahmed) eine Aufenthaltsgenehmigung in England.
Doch nach dem 11. September ist nichts mehr, wie es war: Yasmins Umgebung begegnet den Pakistanis undifferenziert mit Angst und Intoleranz. Ihr Bruder (Syed Ahmed) wendet sich den radikalen Islamisten zu. Ihr zutiefst gläubiger Vater verliert alles, was ihm wichtig war, und ihr Mann wird verhaftet. Auch Yasmin selbst bekommt die Folgen zu spüren. Kollegen schneiden sie plötzlich, John wendet sich ab. Schließlich verliert sie ihren Job. Enttäuscht von der englischen Gesellschaft beginnt sie, sich mit ihrem kulturellen Erbe und Glauben zu beschäftigen. Das engagierte Drama des britischen Regisseurs Kenny Glenaan stellt wichtige und provokante Fragen. Ein überfälliger Film, der ein bedeutendes gesellschaftliches Thema aufgreift.
Mona Petri
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