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BR-alpha produziert keine neuen Folgen des Kultformats mit Harald Lesch mehr
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Professor Harald Lesch wird 2007 keinen neuen Folgen des Wissenschaftsformats "alpha centauri" mehr moderieren.
(Bild: BR)
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(tsch) Ist das Universum symmetrisch? - Was sollen wir auf dem Mars? - Fressen schwarze Löcher Sterne? Oder, besonders nett: Was nützt uns der Jupiter? Fragen über Fragen. Auf alle wusste Harald Lesch eine Antwort. Seit September 1998. Meistens jedenfalls. "alpha centauri" läuft jeden Mittwoch um 22.45 Uhr bei BR-alpha und wird donnerstags um 9.30 Uhr und sonntags um 20.00 Uhr wiederholt, außerdem in der "Space-Night". Der charismatische Professor aus München erwarb sich schnell Kultstatus, hat seine treuen Fans im Netz, bekommt umfangreiche Post und begrüßt folglich bei seinen Vorlesungen nicht selten mehr als 1.000 Menschen, die sich gerne mal ein Autogramm geben lassen. Doch nun hat der Bayerische Rundfunk eine überraschende Entscheidung getroffen. Es soll Schluss sein mit "alpha centauri".
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2007 ist Schluss mit "alpha centauri". Fans von Harald Lesch können "ihren Professor" jedoch am Freitag, 08. September bei SciFi sehen.
(Bild: Gert Krautbauer)
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"Es gibt nur einen Topf", sagt Sendersprecher Dr. Detlef Klusak, was so viel meint wie: Es geht ums Geld. Eigentlich schwer vorstellbar. Denn Leschs Sendung, die über 200 Mal hergestellt wurde, sieht nicht gerade teuer aus.
Genau darum ging es ja: Der Physiker, Astronom und Autor tat nichts anderes, als sich vor einen kleinen, leeren Hörsaal zu stellen, hinter sich eine Tafel auf der nur eine einzige Frage aus dem Themengebiet der Astrophysik stand. Die beantwortete er in der Folge, genau 15 Minuten lang. Ohne Filmbeitrag, ohne erläuternde Grafik. Nur mit seinem blumigen und außergewöhnlichen Wortschatz. "Der Rheinländer ist genetisch erzählinkontinent, das hat mich geprägt", sagt der Professor (gleichsam einstiges Kneipenkind), der - kaum überraschend - die Entscheidung bei BR mit wenig Freude entgegen nahm.
"Ich bin sehr unglücklich darüber", sagt Lesch, der "keinen Grund für die Einstellung" finden kann. "Die Quoten waren gut, und viele DVDs haben sie auch verkauft." Tatsächlich stehen, so der BR, die verkauften DVDs "regelmäßig auf den oberen Plätzen der Hitlisten beim BRshop". Sogar eine Alternative zum bestehenden Format hat Lesch dem eigenen Bekunden nach vorgeschlagen, nur noch mit einer einzigen Kamera. Jedoch ohne Erfolg.
BR-alpha setzt 2007 den Schwerpunkt auf ein neues Großprojekt unter dem Titel "Grundbildung" und verweist zudem auf die Vielzahl der Sendungen, die bislang produziert wurden und sich ohne Probleme wiederholen lassen. Der Sendeplatz von "alpha centauri" bleibe demnach erhalten, doch ab 2007 wird es eben keine neuen Ausgaben des Wissensformats mehr geben. Nicht ausgeschlossen sei indes, dass 2008 die Idee wieder aufgenommen werde. Eine Theorie, der allerdings Lesch nur wenig Glauben schenken mag. Dass Lesch ein echtes Gesicht des kleinen Spartensenders war, spielt im Gedankengut bei BR alpha zunächst keine Rolle.
Keine Frage: Lesch, seit 1995 Professor für theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wird dem interessierten Zuschauer fehlen, dem es nicht selten so ging wie den Menschen damals, die seinen ersten Auftritt im Studio verfolgten: Es ist überliefert, dass damals die Dreharbeiten unterbrochen werden mussten, weil die Kameraleute nicht mehr auf ihre Ausrüstung achteten. Sie wandten den Blick dem Referenten zu und lauschten.
Erhalten bleiben sollen jedoch die weiteren Sendungen "Denker des Abendlandes" (jeden Sonn- und Feiertag, 19.00 Uhr) sowie "Lesch & Co". Hier spannt er seit 2001 einen Bogen von der Naturwissenschaft zur Philosophie und Theologie. Der Astrophysiker führt gemeinsam mit dem Philosophen Wilhelm Vossenkuhl naturphilosophische Zwiegespräche. Zudem wird Lesch beim Sender SciFi (zu empfangen über die Abo-TV-Plattform Premiere sowie über die digitalen Programmangebote der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Kabel BW, Primacom, Ish und Iesy) im Rahmen des Themenmonats "40 Jahre Star Trek" die mehrteilige Sondersendung "Star Trek: Science vs. Fiction" moderieren. Hier nimmt der Astrophysiker die "Star Trek"-Welt unter die Lupe und erklärt den Zuschauern die bekanntesten Begriffe und Phänomene der Saga. Am Freitag, 8. September, unter anderem um 19.50 Uhr und 21.50 Uhr, wird es fünf Sondersendungen à 20 Minuten geben.
Kai-Oliver Derks
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