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| Claudia Koreck - Barfuaß um die Welt |
Rock/Pop
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Es klingt nach Urlaub. Nach geballter Sehnsucht. Und nach etwas Unbestimmtem im Bauch. Mit Claudia Korecks zweitem Album "Barfuaß um die Welt" begibt man sich auf eine Hör-Reise, die von den grünen Bergen direkt nach Hawaii führt. Der Eröffnungstrack "Strandliad" wurde von der oberbayrischen Sängerin direkt am hawaiianischen Strand geschrieben und macht schon innerhalb der ersten Takte komplett glücklich. So eine entspannt gezupfte Gitarre, so einen zufriedenen, in sich ruhenden Gesang und ein lässiges Jazz-Lebensgefühl hat man noch nicht so oft gehört.
Nach ihrem bombastischen Erstlingserfolg "Fliang" (für alle Saupreißen und Nicht-Bayern: "Fliegen"), ging die 22-jährige Traunsteinerin auf Reisen. London, Griechenland und eben Hawaii waren die Ziele, die sie unmittelbar erleben wollte und deshalb lieber in Backpacker-Hotels abstieg als in 5-Sterne-Bunkern. Und so ursprünglich wie der Wunsch nach dem simplen, normalen Leben ist auch ihre Musik - eine Blues-Popexplosion mit Soulgewürz und bayerischen Texten.
Außergewöhnliches wird gerne erfolgreich, obwohl ja eigentlich bayrische "Liadln" (bayrisch für Songs) mit Gitarre nichts ungewöhnliches sind. Mit ihren fünf Musikern hat die Claudl ihr zweites Album live und gemeinsam im Studio eingespielt, so entsteht eben echter Sound, der an Spielfreude kaum zu überbieten ist. Die Single "I wui dass du woasst" überzeugt durch ihren kraftvollen Refrain, nach dem sich eine Melissa Etheridge die Finger schlecken würde. Mit dabei auch "'s ewige Lem", das schon Joseph Vilsmaiers "Brander Kasper" musikalisch veredelt hat. Und es hört sich fast so an, als ob der Liadlschreiberin mit ihrem zweiten Album ein Stück Musik geglückt ist, das sich ewig in den Gehörgängen echter Genießer halten könnte.
ausgezeichnet
Nina Becker-Göpner
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