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| Keine Krimis und keine Zigaretten mehr
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Ann-Kathrin Kramer
spielt in "Mörderische Suche" (Montag, 13. Dezember, 20.15 Uhr, ZDF)
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Ann-Kathrin Kramer will sich in Zukunft mehr den komödiantischen Stoffen widmen. Ihre Rolle als TV-Kommissarin bei "Das Duo" gibt sie auf.
(Bild: ZDF)
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(tsch) Sie ist eine der taffen Frauen im deutschen Fernsehen, doch damit wird wohl bald Schluss sein: Ann-Kathrin Kramer ist es leid, als Kommissarin ständig Alibis zu überprüfen und sich Gedanken über Tathergänge zu machen: "Wenn man immer dasselbe spielt, wird's irgendwann langweilig. Ich will auch einmal andere Sachen machen als nur zu fragen, wo jemand gestern zwischen 8 und 10 Uhr war", erklärt die 38-jährige Schauspielerin. Als Hauptkommissarin Lizzy Krüger bei der ZDF-Krimireihe "Das Duo" kennt sie die TV-Nation, doch Ann-Kathrin Kramer sieht sich in einem anderen Licht: "Ich bin keine Krimi-Frau, höre jetzt auch mit dem 'Duo' auf." Zurzeit dreht sie ihre letzte Episode als Ermittlerin bei der Mordkommission in Lübeck. Im ZDF kommt nun ihr neuer Thriller "Mörderische Suche" (Montag, 13. Dezember, 20.15 Uhr).
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In "Mörderische Suche" spielt Ann-Kathrin Kramer eine Frau, deren Leben aus den Fugen gerät.
(Bild: ZDF / Jiri Hanzl)
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"Jetzt ist es erst einmal gut für mich, was Krimis anbelangt", sagt Ann-Kathrin Kramer. "Das war eine ganz simple Entscheidung. Ich habe im Sommer eine lustige Komödie gedreht, das reizt mich im Moment einfach deutlich mehr. Heutzutage werden Frauen sehr oft als diejenigen dargestellt, die immer wissen, wie was geht und die eine ungeheuere Kraft und Chuzpe haben." Nicht, dass dieser Vorstellung etwas Negatives anhaften würde, denn die Mutter eines siebenjährigen Sohnes hat eine Vorliebe für taffe Frauen, "die sind mir meistens vom Wesen her sogar näher als andere Charaktere. Aber es ist eher selten in Drehbüchern vorgesehen, dass eine Frau einfach nur so passiv in eine Geschichte reintorkelt und eben kein 'Superweib' ist."
In dem ZDF-Thriller "Mörderische Suche" mit Christoph Waltz und Jörg Schüttauf in den männlichen Hauptrollen ist das der Fall: "Ich spiele Katharina Benedek - eine Frau, der im Leben nichts Schreckliches passiert ist und die immer von ihrer Familie aufgefangen wurde. Jetzt steht sie plötzlich allein in der Fremde und ihr Leben zerbröckelt vor ihren Augen - das hat mich gereizt. Solche Rollen gibt es nur selten."
Im Gespräch wird nach und nach deutlich, warum die schöne Blonde mit dem melancholischen Ausdruck in den Augen so denkt - ihr graust vor jeglicher Art von Zwängen, beruflicher wie privater Natur. "Ich drehe nur Filme, gehe sehr wenig auf Feste und mache auch sonst keine Dinge, die anscheinend zur Schauspielerei dazu gehören. Ich verspreche Ihnen, dass Sie mich nie in einem Dschungel-Camp sehen werden." Mit ihrem ehemaligen Lebensgefährten Jan-Josef Liefers hat sie einen Sohn, seit mehreren Jahren schon lebt sie mit Schauspieler Harald Krassnitzer zusammen auf dem Land in der Nähe von Köln: "Wir sind nicht die 'Häuslebauer' in dem Sinne, dass wir eine Strichliste haben und nach und nach alles abhaken, uns unsere Welt basteln. So etwas verschreckt mich." Auch weiterer Nachwuchs ist nicht geplant, ebenso wenig wie eine Heirat. "Wir planen nicht, das liegt in unserem Naturell."
Es gibt nur wenige Dinge, die Ann-Kathrin Kramer für die Zukunft ins Auge gefasst hat: "Wenn ich 'ne Oma bin, fange ich wieder an zu rauchen und schlafe bis Mittag", gesteht sie schmunzelnd. Dem blauen Dunst hat sie seit Januar 2004 entsagt. Mit 16 Jahren griff sie zum ersten Mal zur Zigarette, seitdem gingen bis zu zwei Schachteln am Tag in Rauch auf: "Mein Sohn fand das so schick und hat immer gefragt, wann er endlich auch einmal anfangen darf. Da beschloss ich, es sein zu lassen - als Raucher gehen einem da auch einmal die Argumente aus."
Ingo Gentner
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