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Sidonie von Krosigk
spielt die Titelrolle in "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" (Bundesstart: 30.09.)
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Sidonie von Krosigk fände es auch "cool, hexen zu können", so wie Bibi Blocksberg es nun wieder auf der Leinwand demonstriert.
(Bild: Constantin Film)
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(tsch) "Ich fände es schon cool, hexen zu können. Und fliegen würde ich allemal gerne." Bibi Blocksberg symbolisiert das, wovon viele Mädchen träumen, auch ihre Darstellerin Sidonie von Krosigk: Den Mathelehrer zum Zwerg verwandeln und sich nach Lust und Laune auf Kartoffelbrei, so heißt ihr fliegender Besen, zu schwingen, um durch die Lüfte zu brausen. Bereits 2002 hallte es äußerst erfolgreich "Hex Hex!" aus den deutschen Kinosälen. Nun ist es wieder soweit: Die kleine Hexe fegt ein zweites Mal über die Leinwand. Die Titelrolle zu "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" (Start: 30.09.) übernimmt erneut das freche Mädchen mit den großen Augen. Lebhaft und enthusiastisch erzählt Sidonie von Krosigk von ihrer Arbeit, dabei gestikuliert sie viel und kann sich auf dem Sofa kaum ruhig halten. Trotz ihres Erfolges und der Bürde, die berühmteste Kinderhexe des Landes zu sein, wirkt die 14-Jährige sehr natürlich und hat nichts mit dem Bild der verwöhnten Schauspielergöre gemein.
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Bei Problemen mit dem Rechnen an der Tafel hat Bibi Blocksberg (Sidonie von Krosigk) einen grandiosen Trick parat: Sie veraubert kurzzeitig den Mathelehrer in einen Zwerg.
(Bild: Constantin Film)
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"Ich kann es nicht ab, dass Du Filme drehst." Diesen Satz schleuderte ein Mädchen in Sidonies Klasse der Film-Bibi um die Ohren. Ohne Groll bewahrt sich Sidonie aber davor, zu behaupten, es wäre Neid gewesen, der ihr diese Abneigung ihrer Mitschülerin einbrachte. Sie wechselte die Schule und hat erkannt, dass sich in solchen Situationen die wahren Freunde zeigen. Und diese "haben sich alle für mich gefreut. In meinem Freundeskreis hat sich durch die Rolle nichts geändert." Ihre Bodenständigkeit bewahrt sie sich auch durch ihre Familie: Vor allem die beiden Schwestern passen auf, dass Sidonie nicht abhebt. Tatsächlich präsentiert sich während des Gesprächs ein Mädchen, das sich für die kleinen Dinge wie Diktiergeräte und den Hotelservice begeistern kann. Des Widerspruchs allerdings zwischen Leinwandberühmtheit und Neuntklässlerin ist sie sich bewusst: "Manchmal ist es einfach absurd: Ich bin da auf einer Plakatwand zu sehen, und plötzlich sitze ich wieder in der Schule, muss leise sein und werde an die Tafel gerufen."
Ganz einfach ist es sicher nicht für ein Mädchen, im Alter von 13 über Nacht berühmt zu werden. 2002 war "Bibi Blocksberg" der erfolgreichste deutsche Film des Jahres, was ihr neben Neidern auch überfanatische Fans einbrachte. "Ich kann nicht anonym bleiben, was auch nicht immer toll ist. Man bekommt Liebesbriefe von Leuten, die man gar nicht kennt, oder Anrufer behaupten nachts, sie hätten mich gekidnappt. Einer musste mal bei uns vorm Haus von der Polizei weggeschafft werden." So lernt die 1989 in München geborene Blondine in jungem Alter bereits die negativen Eigenschaften ihres Traumberufs kennen. Doch sie will weiterhin Schauspielerin werden, am liebsten mit einer fundierten Ausbildung. Die angenehmen Seiten ihres "Hobbys", wie sie sagt, überwiegen für Sidonie: "Beim Schauspielern kann ich mich in andere Charaktere und Personen reinversetzen. Man kann reich und schön sein oder arm und hässlich. Das macht richtig Spaß."
Immerhin seit sechs Jahren übernimmt Sidonie von Krosigk hin und wieder Filmrollen. "Aber im Moment muss ich mal wieder in die Schule und deswegen pausieren." Sie war 1999 in dem Sozialmelodram "Verschwinde von hier" zu sehen, spielte in diversen Fernsehproduktionen mit. Der Dreh zu "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" in Naumburg und im Dachsteingebirge war allerdings nicht immer ein Zuckerschlecken. Nicht nur die Sprünge in eiskaltes Wasser oder 60 Grad Hitze bei der Schulfest-Szene waren eine Herausforderung für die junge Schauspielerin. "Komisch war für mich die Szene, in der ich mich mit Corinna (Harfouch, die Red.) prügele. In den Drehpausen verstehen wir uns bestens und spielen miteinander, und dann hau' ich ihr vor der Kamera eine rein. Das ist seltsam." Der Filmkuss dagegen", berichtet sie lachend, "war ganz nett", schickt aber hinterher: "Freddy, der den David spielt, ist ein guter Kumpel von mir und wir haben uns abgelacht darüber."
Susanne Wolff
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