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Elena Uhlig
spielt in "Mit Herz und Handschellen" (SAT.1, ab Mo., 17.01., 20.15 Uhr) und im Kino in "Alles auf Zucker" (ab 06.01.)
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"Wenn Nina Metz das schafft, dann gelingt das Elena Uhlig auch!" - und so hörte die 29-jährige Schauspielerin auf zu rauchen.
(Bild: teleschau)
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(tsch) "Neulich sagte mein Kollege Henning Baum: 'Elena, du kriegst ja Augenfalten. Jetzt wirst du erwachsen.' Da hab' ich mir gleich eine teure Gesichtscreme gekauft." Elena Uhlig ist wunderbar offen und direkt - ganz so wie ihre Filmfigur Nina Metz. Ab Montag, 17. Januar, ermittelt die Kommissarin wieder wöchentlich (montags, 20.15 Uhr) in der SAT.1-Serie "Mit Herz und Handschellen". Nina Metz hat das Chaos gepachtet, wird oft von ihrer Emotionalität in unangenehme Situationen gebracht, raucht und trinkt. Mit samtiger, dabei energischer Stimme berichtet die 29-jährige Darstellerin über Gemeinsamkeiten, ihre Schwächen und dem gefürchteten 30. Geburtstag Ende Juli.
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In der zweiten Staffel der SAT.1-Serie "Mit Herz und Handschellen" ist Nina Metz (Elena Uhlig) erwachsener geworden.
(Bild: SAT.1 / Christian A. Rieger)
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"Ich werde mit Sicherheit heulen, schreien und Zähne knirschen, weil ich jetzt schon Angst davor habe und ich gerne 29 bleiben würde. Aber vorher feiere ich pompös." Da sitzt also diese hübsche Frau mit den strahlenden Augen und macht sich Sorgen um ihr Aussehen. Die Falten, die ihr Serienpartner Henning Baum (spielt den homosexuellen Ermittler Leo Kraft) an Elena Uhlig ausgemacht haben will, sind nicht wirklich zu erkennen.
Der Betrachter merkt schnell, dass da kein Püppchen von seinen vermeintlichen Schönheitsfehlern redet, sondern eine nachdenkliche Frau, die sich durchaus bewusst ist, dass vor der Optik noch andere Dinge stehen. Zum Beispiel die Freundschaft - während der Dreharbeiten in München vermisst Elena Uhlig besonders ihre beste Freundin und Mitbewohnerin aus Berlin. "Im Moment bin ich ein bisschen einsam und habe Heimweh", sagt sie.
2001 spielte die gebürtige Düsseldorferin die etwas moppelige Cleo in "Problemzone Mann", nahm damals 15 Kilo zu, und wunderte sich, dass es so wenige Filme gibt, "die die Realität zeigen. Ich glaube nicht, dass man in ganz Deutschland keine dicken Menschen finden kann. Wenn man im Film Leute sieht, die nicht Größe 36 haben, sind das entweder Putzfrauen oder Randfiguren." Und dann ärgert sie sich über die eigene Voreingenommenheit: "Ich bin genau so schlimm: Ich ärgere mich, wenn die Hose nicht mehr passt, will von allen geliebt und für toll befunden werden." Hätte sie damals für ein maßgeschneidertes Happy-End die angefutterten Kilos wieder abnehmen müssen, hätte sie die Rolle aber nicht angenommen. "Das Magersuchtsschema in Deutschland interessiert mich nicht."
Auch wenn sie nach sechs Monaten Arbeit am Projekt sagt: "Ich bin ausgepowert", bildet Elena Uhlig mit Henning Baum und Christian Kahrmann (spielt den Staatsanwalt Florian Gassner) ein außergewöhnlich gut gelauntes Trio. Dennoch: "Eine Serie ist hart und anstrengend, das hat mit Halli-Galli nichts zu tun: Nach zwölf bis 15 Stunden Dreh geht es ab nach Hause, Text lernen und dann ins Bett." Die Dreharbeiten neigen sich nun dem Ende zu und Elena Uhlig ist darüber erleichtert. "Mir ist es ganz wichtig, dass, wenn ich spiele, ich auch gut bin. Im Moment weiß ich nicht, ob ich meinen Standard halten kann, weil ich einfach sehr fertig bin. Aber dann werde ich sicher bald traurig sein und nach spätestens zwei Wochen in ein Loch fallen", gibt sie lachend preis.
Ihre Serienfigur ist ein wenig erwachsener geworden und hört sogar auf zu rauchen. "Ich war Kettenraucherin und beschloss, aufzuhören. Da musste die Serienfigur auch dran glauben. Irgendwie hatte sie es aber zuerst geschafft. Da dachte ich mir: Wenn Nina Metz das kann, dann gelingt das auch Elena Uhlig." Generell wirkt die chaotische Ermittlerin in der zweiten Staffel ein wenig geordneter. "Ich probiere, die Figur noch echter anzulegen, und dadurch wird mein Spiel manchmal etwas zurückhaltender."
Zwar wartet die große Brünette noch auf die Prinzessinnen-Rolle und kann die Besetzungs-Mechanismen deutscher Produzenten oft nicht nachvollziehen ("Es sind doch meistens die 'Rehe', die die historischen Zweiteiler spielen"), aber eigentlich kann sich die Wahlberlinerin nicht beschweren. In der schwarzen Komödie "Alles auf Zucker" von Daniel Levy ist sie seit 6. Januar im Kino als nymphomane Lilly zu sehen. "Ein toller Regisseur, ein toller Film, eine Komödie, wie ich sie liebe: witzig, damals niemals platt, sondern immer intelligent", gerät Elena Uhlig ins Schwärmen.
Susanne Wolff
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