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| Keine Kippen mehr für die werdende Mama
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Milla Jovovich
spielt die Hauptrolle in "Resident Evil: Extinction" (Start: 27.09.), "Resident Evil" (Donnerstag, 26.10., 22.35 Uhr, RTL II) und "Das fünfte Element" (Donnerstag, 12.10., 20.15 Uhr, ProSieben)
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So schön ist die Schwangerschaft: Milla Jovovich präsentiert mit Babybauch ihren neuen Film "Resident Evil: Extinction".
(Bild: Constantin Film)
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(tsch) "Als ich meine Karriere begann", erinnert sich Milla Jovovich im Interview zu ihrem neuen Film "Resident Evil: Extinction" (Kinostart: 27. 09.), "war es fast schon ungeheuerlich, Schauspielerin und Model zugleich zu sein." Heute hingegen müsse man wie selbstverständlich auf mehreren Hochzeiten tanzen können. "Sonst ist man irgendwie out." Milla Jovovich jedenfalls ist nicht "out". Sie ist weiterhin auf den Laufstegen und in den Fotostudios dieser Welt unterwegs, ist in vielen Filmen zu sehen und bringt mit einer Freundin zusammen eine eigene Modelinie heraus. Von der Arbeit kann sie niemand abbringen, nicht einmal das Baby, das sie und ihr Lebensgefährte, Regisseur und Drehbuchautor Paul W.S. Anderson (Regie: "Event Horizon", "Resident Evil", Drehbuch: "Resident Evil: Apocalypse", "Resident Evil: Extinction") im Herbst erwarten. Einen Namen hat sich das Paar schon ausgesucht, aber Milla Jovovich, die sich mühsam das Rauchen abgewöhnte, will ihn noch nicht verraten.
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Zum dritten Mal spielte Milla Jovoich in "Resident Evil: Extinction" die Rolle der genetisch veränderten Superkämpferin Alice.
(Bild: Constantin Film)
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VIVA: So eine Schwangerschaft macht zwar glücklich, aber ist doch bestimmt auch anstrengend, oder?
Milla Jovovich: Im Moment ist alles perfekt, Gott sei Dank. Vor acht Wochen bin ich allerdings buchstäblich bei der Arbeit eingeschlafen. Manchmal ist es nicht einfach, aber es ist ein großartiges Gefühl. Ich weiß allerdings nicht, wie ich mich in einem Monat fühlen werde, da bin ich bestimmt zu schwer, um mich zu bewegen.
VIVA: Welche, sagen wir mal, schwangerschaftsbedingten Verhaltensauffälligkeiten legen Sie an den Tag?
Jovovich: Das Baby will immer Zucker, also muss ich mich zwingen, Kekse, Kuchen und Torten zu essen. Ich koche viel, wir grillen oft und, und manchmal spüre ich aus dem Nichts heraus ein Verlangen, zum Kühlschrank zu gehen. Ich könnte den ganzen Tag lang essen. Es ist eine Ersatzdroge, zumal ich jetzt nicht mehr rauche.
VIVA: Das muss hart gewesen sein. Wie hart?
Jovovich: Ich hätte ohne die Schwangerschaft nicht aufhören können. Es wäre unmöglich gewesen.
VIVA: Also fangen Sie wieder an?
Jovovich: Das steht fest, ja. Ich werde vielleicht nicht mehr so viel rauchen, wie früher. Ohne Zigaretten verbringe ich übrigens nicht mehr so viel Zeit mit mir allein. Die Kippen machten irgendwie einen Teil meines Daseins als Künstler aus.
VIVA: Jetzt scherzen Sie aber ...
Jovovich: Nein, nein, das stimmt. (lacht) Naja, sie gaben mir Gelegenheit, mich zurückzuziehen und Eine zu rauchen, nachzudenken und zu schreiben. Und jetzt? Jetzt muss ich die ganze Zeit irgendwas tun, ich muss fernsehen, Freunde treffen, irgendwohin gehen. Nur, weil ich mich nicht mehr allein mit meiner Zigarette zurückziehen kann, um zu philosophieren.
VIVA: Das soziale Leben wird mit der Geburt Ihrer Tochter aber eher zu- als abnehmen ...
Jovovich: Wahrscheinlich haben sie Recht. Aber mal ernsthaft: Ich freue mich auf die Veränderung. Ich bin bereit dafür. Mit 31 Jahren kann ich durchaus eine neue Rolle im Leben annehmen.
VIVA: Sie haben seit den frühen Anfängen Ihrer Karriere immer Vollgas gegeben. Wie schlimm ist es, alles ein wenig ruhiger angehen zu lassen?
Jovovich: Oh, keine Sorgen, ich bin nicht ruhiger geworden und arbeite immer noch hart und viel. Ich höre erst auf, wenn ich dazu gezwungen werde, weil es wegen des dicken Bauchs überhaupt nicht mehr geht. Als ich bereits viereinhalb Monate schwanger war und sich der Bauch schon deutlich abzeichnete, habe ich noch mit Karl Lagerfeld für Chanel gearbeitet. Eine Schwangerschaft ist keine Berufsunfähigkeit. Nach der Geburt werde ich natürlich ein paar Monate Pause machen. Aber danach geht 's weiter, dann kommt die Kleine eben mit.
VIVA: Muss sie dann auch eine Powerfrau werden, wie ihre Mutter, die ständig in Actionfilmen zu sehen ist?
Jovovich: Auf jeden Fall. Sie hat ja keine Wahl, außerdem übt sie jetzt schon wie verrückt ihre Kicks. Ernsthaft: Ich will, dass sie Martial-Arts-Kurse besucht, sich zu verteidigen weiß und ihren Körper kennt. Meine Eltern haben darauf keinen Wert gelegt, es ging immer nur um den Intellekt, um Literatur und Kunst. Ich denke, wir haben nicht genug auf das Körperliche geachtet.
VIVA: Sie spielen immer harte Frauen, die sich vor nichts fürchten. Haben Sie eigentlich auch persönlich manchmal Angst?
Jovovich: Natürlich habe ich Angst. Vor vielen Dingen, um genau zu sein. Das geht beim Tod los, bei Unfällen und Krankheit. Aber das ist ganz normal, genau wie meine Angst vorm Zahnarzt und vor Spinnen. Manche Filme ermöglichen es mir allerdings, einigen Ängsten entgegen zu treten und sie zu bekämpfen.
VIVA: Anders als Alice, die Sie in "Resident Evil: Extinction" bereits zum dritten Mal spielten. Können Sie von den Filmen nicht genug bekommen?
Jovovich: Die Idee, dass jeder Teil von einem anderen Regisseur realisiert wird, gefällt mir. Dadurch bekommen die Filme eine eigene Identität. Das macht die Reihe auch für das Publikum interessant. Man weiß nie, was einen erwartet.
VIVA: Was ist am dritten Teil besonders?
Jovovich: Es gibt eine Menge Dinge, die interessant sind. Ich durfte viele, viele Alices spielen, die alle ein ganz klein wenig verschieden waren. Wichtiger ist, dass Alice die Welt nicht retten konnte. Das Virus hat sich auf der ganzen Erde ausgebreitet, und die Lage ist hoffnungslos. Das ist ein schönes düsteres Szenario. Dazu passt die Atmosphäre des Films, diese Endzeitstimmung. Wir bringen das "Mad Max"-Genre zurück.
VIVA: Ist es nicht deprimierend für eine werdende Mutter, in einem Film mitzuspielen, in dem die ganze Welt im Chaos versinkt und der Wahnsinn regiert?
Jovovich: Film und Realität unterscheiden sich diesbezüglich nicht. Die Welt ist im Moment ein Irrenhaus. Schauen sie sich doch mal um: In England wird jede Straßenecke mit Kameras überwacht, und wir kämpfen gegen eine globale Erwärmung, die wir durch unsere eigene Dummheit selbst zu verantworten haben.
VIVA: Was tun Sie persönlich, um die Welt zu retten?
Jovovich: Als einzelner Mensch ist es immer schwierig zu sehen, dass man wirklich etwas bewirkt. Man fühlt sich vielleicht zu unbedeutend. Wir brauchen Vorbilder und müssen die Menschen dafür sensibilisieren, dass man mit vielen kleinen Schritten auch einen langen Weg zurücklegen kann. Wir trennen zu Hause den Müll und haben die Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt. Das ist nicht viel, aber ein Anfang, der sich auch noch positiv auf die Stromrechnung auswirkt.
VIVA: Womit mehr Geld für mehr Kinder übrig bleibt. Können Sie sich vorstellen, eine Familie mit mehreren Kindern zu haben und eine typische Mutter zu sein?
Jovovich: Drei bis vier Kinder sollten kein Problem sein, das kann ich mir sogar vorstellen. Nur weiß ich bis jetzt noch nichts von dieser Bestimmung.
VIVA: Hat Ihnen Ihr Lebenspartner Paul Anderson eigentlich schon mal einen Antrag gemacht?
Jovovich: Nicht nur einen. Er hat mich schon zweimal gefragt, ob ich ihn heiraten will.
VIVA: Und?
Jovovich: Na ja, es ist noch nichts passiert.
Andreas Fischer
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